marianne lang
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my bell / foto / intervention / modell / 2010-12
my bell arbeitet mit virtueller verortung. unbeschriftete und funktionslose türklingeln aus graukarton wurden in der gesamten wohngegend an hauseingängen provisorisch montiert und bildeten eine intervention, die unmittelbar die anrainer mit einem ungeklärten phänomen konfrontierte.
der erste blick war dabei entscheidend und kreierte ein täuschungsmoment ungeklärter besitzverhältnisse. hausbewohner, besucher und passanten (in strobl am wolfgangsee und in ottakring) fielen der irritation zum opfer und fragten sich, wer hier wohl wohnt bzw. eingezogen ist. tatsächlich zeigt die fotoserie aber lediglich den jeweiligen schauplatz des geschehens. das geschehen selbst bleibt der vorstellung des betrachters überlassen.
dieser kunstgriff reduziert die aktion zum abbild und involviert den betrachter gleichzeitig als stillen komplizen in ein subversives spiels zwischen imagination und realität.


my bell / intervention / fotos / 2010-12