marianne lang
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hinterzimmer / wandzeichnung / 2008
inherent lines / wandzeichnung / tusche / 2011
in ihrer arbeit inherent lines nützt marianne lang formale elemente des planzeichnens, um fiktive und teils unrealistische raumkompositionen in den ausstellungsraum zu übertragen. die zeichnung entsteht nicht verkleinert in einem bestimmten maßstab auf dem papier, sondern 1:1 dort wo ihr vorbestimmter inhalt hingehört: an die wand.
imaginäre fenster, durchreichen, treppenaufgänge oder einfache, statische bauelemente definieren die raumoberflächen neu, und lassen eine zweidimensionale und doch raumgreifende installation entstehen. das inhärente, innewohnende der wände evoziert aus sicht der künstlerin paradoxe perspektiven und lineare, körperlose potenziale, die den schritt in die reale welt zu planen suchen, ihn jedoch niemals verwirklichen können.
aus einst belebten räumen sind verlassene innenarchitekturen geworden, deren oberflächen und zurückgelassene relikte noch an deren ursprüngliche bestimmung erinnern. schauplatz ist ein leerstehender kiosk am genochmarkt in wien. die fliesenwand fungiert in der arbeit hinterzimmer, als trennwand zwischen der realen und der konstruierten welt. die zeichnung greift elemente ihrer umgebung auf, wiederholt texturen und transferiert vorgefundene objekte in die lineare darstellung. das bild zeigt einen verzerrten raum, der ein eigenleben entwickelt, in dem sich perspektiven auflösen und ein temporäres "paralelluniversum" entsteht.
nach ausstellungsende werden die linien weggewaschen, und der blick hinter die fliesen verschließt sich wieder.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

exhibition view: unortung / vienna / 2008

 

exhibition view: das weisse haus / vienna / 2011

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

inherent lines /wandzeichnung / 2011

 

 

 

 

 

 

 

 

 

inherent lines /wandzeichnung / 2013

 

 

 

 

 

 

 

 

studio / 2012

 

 

 

 

 

post kommunikationszentrale, wien / 2013

wandzeichnung