marianne lang
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fluglinien / bleistift auf papier / 50x60cm / 2016

ausgangspunkt ihrer künstlerischen überlegungen ist das klassische kurvendiagramm, das für marianne lang als sinnbild für permanente bewegung durch zeit und (auch) raum steht.
als motiv wählt die künstlerin eine beobachtung aus dem bereich der ornithologe: den vogelzug bzw. die unterschiedlichen flugformationen, die in ihrer arbeit eine metaphorische sowie formale reverenz aufbauen zu variablen werten, linien und trendwenden, wie sie in der technischen ak- tienanalyse anwendung finden.
zugvögel fliegen - um aus aerodynamischen gründen den weg des geringsten widerstandes zu nützen - in ganz bestimmten winkeln und abständen zueinander. sie tun dies nicht nur in der klassischen v-formation, sondern sogar auch im (vermeintlich) chaotischen schwarmflug. je nach topografischen gegebenheiten, thermik und windentwicklung werden die gesamtformation (inklusive flugposition der einzeltiere im schwarm) sowie flughöhe und kursrichtung in gewissen zeitintervallen angepasst. effizienz und energieersparnis stehen dabei im vordergrund und sorgen für ein maximum an reichweite.
marianne lang ersetzt in ihrer zeichnung die linearen trendkanäle und wendungen des kontinuierlichen dokumentierenden kursdiagramms durch momentaufnahmen von vogelschwärmen, die sie als graphische notation steter dynamik in ein chronologisches system transkribiert.

fluglinien / bleistift auf papier / 100x250cm / 2016