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marianne lang
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parking spot 2007 / performance / public space: eva heitzinger / marianne lang

home sweet home ist eine sightseeing tour zu romantischen innenansichten und streng reglementierten aussenwelten. ein multimediales projekt, das gezielt auf die inszenierung von schein reagiert und damit spielt. aus dem hergottswinkel ( nicht nur österreichischer beschaulichkeit) heraus werden selige inseln ins vesier genommen, süße und bittere klischees "heiler welten". ein blick durch den sucher, manchmal minutiös aufs detail scharf gestellt, manchmal ein schnappschuss, en passant. situationen bauen sich zu szenen auf - für einen moment, verlieren sich, lösen sich auf. ein arrangement von performanceanimationen, komponiert in gleichzeitigkeit und nacheinander, in nebeneinander und ineinander. home sweet home konfrontiert den begriff des subjekts mit dem begriff der gesellschaft, individuelles selbstverständnis mit systemen von konvention und fremdbestimmung, dekadenz mit menschlicher ambivalenz. ein feines gewebe von deutungen mit laufmaschen und doppeltem boden.

 

white club space mission 2008 installation: white club (johannes kubin, gerald schicker, birgit pleschberger, marianne lang)

fotos: otto saxinger
home sweet home 2005 / performance: johannes kubin / marianne lang

wurmlöcher II toninstallation ( u-bahnstation im keller)

urbane wurmlöcher I+II 2008 (die reise durch den raum und zurück) installation: johannes kubin + marianne lang

urban legend: leave a mark, stay tuned and keep waiting for further instructions / poster-flyerproject

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

die reise durch die weiten des alls ist beschwerlich und steckt voller gefahren. und doch wagen es vier furchtlose astronauten und machen sich auf um an einem fernen ort nach antworten zu suchen. mutig erkunden sie unentdecktes terrain, sammeln substanzen und bodenproben und finden schließlich verhängnisvolle spuren fremden lebens. more information

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

leave a mark, stay tuned and keep waiting for further instructions thematisiert den auflösungsprozess ortsgebundener identität. die dreiteilige serie zeigt bemalte gesichter, die assoziativ eine brücke schlagen von fußball-fanatismus über kriegsbemalung bis hin zum mimikry-artigen fetischismus, der seine herkunft zu tarnen sucht. aus dem ursprünglichen ortsbezug sagen- und heimatgeschichten auf, verwurzeln sich neu und schreiben danach die lokale geschichte um. als abschließender teil des triptychons dokumentieren polaroids das festhalten von orten, die ihre ehemalige funktion verloren haben und nun auf eine neue bestimmung zu warten scheinen. präsentiert wird die arbeit in form von flugblättern die zusammengesetzt drei poster ergeben, welche in ihrer vereinigung wie auch in ihrer auflösung und verbreitung die frage nach dem vorsätzlichen identitätsverlust aufwerfen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

straßen sind öffentlicher raum. kollektiv nutzbar und temporär in besitz zu nehmen. parkplätze sind im vergleich zu allen anderen öffentlichen räumen käuflich: 1 münze in den automaten, und der platz ist für eine bestimmte zeit angemietet. in vier situativen nutzungen wurde der pragmatismus einer verkehrstechnisch optimierten verwendung auf seine sozialen und kollektiven verträglich-keiten getestet. aus einer durchschnittlichen fläche von 380 x 190 cm zwischen gehsteig-kante und verkehrsfläche wurden private orte zur persönlichen selbstverwirklichung und parasitären gewerblichen nutzung.

 

 

 

radio convoy ging, im rahmen von coded cultures 2011 am samstag 24. sept. 2011 um 15.45 für 1,5 Stunden auf Sendung und präsentierte künstlerische tonaufnahmen und audio-beiträge von 24 (vorwiegend bildenden) KünstlerInnen. das gesamte setting war mobil. d.h. nicht nur der sender bzw. das fahrbare tonstudio in wien unterwegs war, sondern auch das publikum die verfolgung aufnehmen musste, um das signal nicht zu verlieren. die gesamte sendung wurde mitgeschnitten und ist nun als limiterte autokassettenedition erhältlich.

 

 

 

der/die besucherIn betritt einen künstlerisch modifizierten raum, in dem er/sie kinästhetischen, vestibulären, haptischen, taktilen, auditiven, visuellen und letztendlich auch olfaktorischen sinnesreizen ausgesetzt wird. ziel des parcours ist eine bewusst erzeugte desorientierung auf kleinstem raum, ohne jedoch die althergebrachte und umständliche „zermürbungstaktik“ eines so genannten labyrinths in anspruch zu nehmen. vielmehr wird mit vorurteilen und wahrnehmungsmustern gearbeitet, während der orientierungssinn systematisch überlastet wird: ein künstlicher dachstuhl (im spiegel verdoppelter lattenrost) verbindet den keller mit dem foyer. eine ums eck gedachte raum-unteransicht (projektion im spiegel) zeigt sich im kontrast zu einer horizontal liegenden domkuppel (diapositiv), einsehbar nur durch ein winziges guckloch. nachdem man sich von einem immer enger werdenden gang in die irre führen lässt, und man den mechanismus einer aufgemalten türschnalle durchschaut hat, steht man plötzlich im freien (in einem banalen vorgarten) und sieht sich umkreist von einem strahlenden sterneninferno (spiegelkugeln, etc.). finaler endpunkt der tour ist ihr ausgangspunkt, wo sich das konstante raum-zeitgefüge nun endgültig auflöst und die katze sich gemütlich in den schwanz beißt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

staubfänger 2011/ kunst im öffentlichen raum: johannes kubin / marianne lang

 

 

 

das projekt staubfänger setzt sich mit dem unscheinbaren mechanismus des feinstaubs auseinander und schafft eine metapher zu subversiven strategien der unterschwelligen verbreitung von unsichtbaren strukturen und der sichtbarmachung durch de-codierung.
die aktion entsteht im öffentlichen raum und wird fotografisch dokumentiert. flächen an denen sich staub ablagert - so zum beispiel autoscheiben, fenster oder auslagen leerstehender geschäftslokale etc. - dienen als ephemeres display. mit dem finger werden bilder und signets in die abgelagerte staubschicht geschrieben und bilden durch formale zusammenhänge einen code, der einerseits durch verbreitung und wiedererkennungseffekt geprägt ist, andererseits die frage nach entstehung, sowie verortung und lokaler verschiebung aufwirft.

die technische umsetzung folgt dabei dem konzept des subversiven, indem keine substanz wie etwa farbe oder ähnliches verwendet wird, sondern im gegenteil durch partielles ausradieren bzw. entfernen der staubschicht scheinbar unsichtbares sichtbar gemacht wird. das vexierspiel definiert gleich einem aphorismus einen vorausgesetzten ist- und sollwert in kritischer weise und bedient sich einer guerilla-technik, die dem gesetz der straße folgt. die visualisierungen expandieren einerseits durch ihre vervielfältigung, zum anderen durch die mobilisierung ihrer untergründe, im speziellen bei fahrzeugen.
die intervention ist aber grundsätzlich nicht von dauer. regen (oder die nächste waschstraße) bereinigen die angelegenheit wieder und machen das unsichtbare wieder unsichtbar.

 

 

 

radio convoy 2011 / kunst im öffentlichen raum: johannes kubin / marianne lang

 

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leben wohnen wie zuhause 2013/14/ kunst im öffentlichen raum: barbara stieff / marianne lang

als display für ihre gemeinschaftsarbeit wählten die bildende künstlerin und die autorin ein format, wie es bei vielen immobilienfirmen in den schaufenstern zu finden ist: eine pinnwand im dichten raster bestückt mit annoncen zu häusern und wohnungen, die zum verkauf stehen.
einerseits entsteht ein subtiles spiel mit konventionen der werbegrafik, vom logo über den zeichensatz bis hin zum fertigen layout. andererseits nähern sich die beiden auf unterschiedliche und doch einander verwandter manier ein und demselben motiv.
marianne lang bestückt die 30 din a4 plakate mit fotografien, auf denen gebäude in verschiedenen ansichten und perspektiven zu sehen sind. auch tages- und wetterstimmungen, sowie qualität des filmmaterials und belichtungszeiten differieren von bild zu bild. erst bei genauerem hinsehen entpuppen sich die aufgenommenen häuser als ein und dasselbe objekt - marianne langs elternhaus - immer wieder aus anderen sichtweisen festgehalten.
ebenso poetisch arbeitet barbara stieff nun mit der textebene, wobei zwar das sprachliche repertoire des immobilienmaklers in dessen sachlichkeit und auflistung ständig rezitiert wird, sich aber ein literarischer roter faden von annonce zu annonce zieht, sodass man neugierig wird, das gesamtwerk zu erfassen.
die kombination von fotoserie und textgestaltung erzeugt eine sensible installation, die erwartungshaltungen irritiert und dem betrachter die fragen stellt, welche einblicke er tatsächlich erkennen kann und welche nur in seinem kopf entstanden sind.

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kitty corner be my guest & picknick 2009-16 off space project: johannes kubin / marianne lang

KITTYCORNER…ist eine neu gegründete, frei agierende non-profit arbeitsgemeinschaft, die abseits des kommerziellen kunstmarkts junge, aufstrebende positionen zeitgenössischer kunst fördert. durch die entwicklung und präsentation von einzelbeiträgen sowie kooperativen projekten soll eine impulsgebende kommunikations-plattform geschaffen werden, die einen lebendigen und subversiven diskurs verfolgt. ausgangsbasis für projekte, interkulturellen austausch und regionale vernetzung stellen die eigenen vier wände dar, die als treffpunkt, ausstellungsraum, atelier, residency und veranstaltungsort dienen. auf prekäre verhältnisse bezug nehmend wird hierbei ein halböffentlicher aktionsraum geschaffen, der ein modular komprimiertes konzept verwirklicht, das im spannungsfeld zwischen privatsphäre und kunstbetrieb steht. KITTYCORNER steht unter der künstlerischen leitung von marianne lang und johannes kubin und wurde im frühjahr 2009 gegründet.

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