marianne lang
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mauerblümchen
laube haus im grünen illuminated
_das haus im grünen / galerie bäckerstrasse 4, 1010 wien / 2015/16 Kurator: Roman Grabner (Universalmuseum Joanneum)

marianne langs detailgenaue zeichnungen sind naturdarstellungen der heimischen fauna und flora. sie zeigt die subtile schönheit der üblicherweise von aufmerksamkeit vernachlässigten: vergilbte blätter, flechten, die maserungen gefällter baumstämme, überwucherungen oder die rasanten windungen des holzwurms. lang experimentiert mit ungewöhnlichen techniken wie der brandzeichnung, holzeinlegearbeiten auf papier oder ritzungen und arbeitet mit silberstift oder weißer kreide. die gewählte technik und das motiv harmonieren auf eindrucksvolle weise, die exakt ausgeführten zarten verästelungen und muster wirken in der jeweiligen arbeitsmethode besonders geheimnisvoll. diese schönheit stimmt auch melancholisch: langs arbeiten sind als zeitgenössische vanitas-motive auch sinnbilder unserer vergänglichkeit.

 

 

 

(...) das hauptaugenmerk von marianne lang liegt auf der durchdringung und verschachtelung von natürlichen mit menschlichen räumen. als ausgangspunkt bzw. verbindende klammer der einzelnen werkserien könnte man den zwischenraum bezeichnen. es sind die kleinen spalten, ritzen, lücken, kerben, furchen, fugen, risse, löcher und poren, in denen sich das leben einnistet, um in fast schon ornamental zu nennenden formen wände und oberflächen zu besetzen. der zwischenraum kann wörtlich in einem räumlichen und in einem zeitlichen sinn verstanden werden. beide bedeutungsebenen sind von zentraler bedeutung für das werk von marianne lang. in seinem räumlichen verständnis bezeichnet er einen leeren raum zwischen zwei körpern, einen intermediären raum. in seiner zeitlichen bedeutung, handelt es sich um einen abstand zwischen zwei vorgängen, um das intervall zwischen zwei augenblicken. (...)

 

_wald/ galerie zimmermann kratochwill graz / 2017 kuratorin: margareth otti (galerie zimmermann kratochwill )